Arche des Geschmacks

Pustertaler Sprinzen

Die Pustertaler Sprinzen wurden einst als die schönste Rinderrasse gefeiert, waren jedoch durch die Auswirkungen der Weltkriege und den Rückgang des Viehhandels vom Aussterben bedroht. Heute lebt die Rasse dank engagierter Züchter:innen wieder auf.

Die Pustertaler Sprinzen sind eine robuste, alpine Rinderrasse, die sich durch Weidetüchtigkeit, Genügsamkeit und hervorragende Muttereigenschaften auszeichnet. Mit einer Widerristhöhe von 130 bis 145 cm und einem Gewicht von bis zu 1.000 kg sind sie kräftige Tiere, die sich ideal für die Bergweidehaltung eignen.

Die Rasse wird in zwei Varianten unterteilt: „Sprinzen“, die durch kleine, gesprenkelte Farbtupfen gekennzeichnet sind, und „Schecken“, bei denen die Farbflecken groß und zusammenhängend sind. Ihre markante Färbung – roter oder schwarzer Körper mit weißen Streifen – brachte ihnen bei der Weltausstellung 1873 in Wien den Titel der „schönsten Rinderrasse“ ein.

Ihr Fleisch, bekannt für seine hohe Marmorierung und den einzigartigen Geschmack, ist besonders saftig. Durch die beiden Weltkriege und den politischen Wandel, der den Viehhandel zum Erliegen brachte, war die Rasse jedoch stark bedroht. Heute gibt es dank intensiver Zuchtprogramme in Österreich und Südtirol wieder rund 5.000 Pustertaler Sprinzen.

Auf einen Blick:

Arche des Geschmacks

Pustertaler Sprinzen

Thomas Strubreiter
5440 Scheffau
Scheffau 25a